Libertäre 1. Mai-Demonstration in Freiburg http://01maifreiburg.blogsport.de 12:30 Uhr | Stühlinger Kirchplatz/Wannerstraße Thu, 02 May 2013 21:16:39 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Über 400 Menschen auf libertärer 1. Mai-Demo in Freiburg http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/05/02/ueber-400-menschen-auf-libertaerer-1-mai-demo-in-freiburg/ http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/05/02/ueber-400-menschen-auf-libertaerer-1-mai-demo-in-freiburg/#comments Thu, 02 May 2013 21:10:14 +0000 Administrator Allgemein http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/05/02/ueber-400-menschen-auf-libertaerer-1-mai-demo-in-freiburg/ Pressemitteilung vom 2. Mai 2013

Anlässlich des 1. Mai fand in Freiburg gestern unter dem Motto “Nieder mit der Arbeit! Gegen Staat, Nation und Kapital” eine libertäre Demonstration statt. Ziel der Demonstration war es, auf der einen Seite eine Kritik an Lohnarbeit, Staat und Kapital auf die Straße zu tragen, sowie auf der anderen Seite die Idee einer herrschaftsfreien Gesellschaft als Perspektive sichtbar zu machen.

Kurz zuvor fand im Stühlinger eine Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes statt, welche unter dem Motto “Gute Ar­beit. Si­che­re Rente. So­zia­les Eu­ro­pa.” stand.

“Un­se­re grund­sätz­li­che Ka­pi­ta­lis­mus­kri­tik un­ter­schei­det sich fun­da­men­tal von der re­for­mis­ti­schen Hal­tung des DGB zum Ka­pi­ta­lis­mus, zum Staat und zur Na­ti­on. Wäh­rend der DGB nur mi­ni­mal bes­se­re Löhne for­dert, in der Ar­beit ein ‘zen­tra­les Ele­ment der Teil­ha­be und per­sön­li­chen Ver­wirk­li­chung’ sieht und seine For­de­run­gen an den Staat adres­siert, tre­ten wir für die Ab­schaf­fung der Lohnar­beit und für die Über­win­dung des Staa­tes ein. Wir set­zen die­ser ka­pi­ta­lis­ti­schen Ge­sell­schaft die Idee einer so­li­da­ri­schen, herr­schafts­frei­en Ge­sell­schaft ent­ge­gen, in der alle Men­schen ein glück­li­ches Leben füh­ren kön­nen. Un­se­rer An­sicht nach ist dies nicht uto­pisch und welt­fremd, son­dern ge­ra­de auf­grund des un­ge­heu­er hohen Ent­wick­lungs­stand der Pro­duk­tiv­kräf­te mög­lich”, so Anna Doepke, Pressesprecherin der Anarchistischen Gruppe Freiburg.

“Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Demonstration, da wir unser Konzept zu großen Teilen umsetzen konnten”, so Tobias R. aus dem Organisationskreis der libertären 1. Mai-Demonstration.

Das Konzept zielte vor allem darauf ab, eine gut wahrnehmbare Außenwirkung zu erzielen. Dies wäre mit einem Polizei-Spalier direkt um die Demonstration herum nicht möglich gewesen. Des Weiteren konnte die geplante Route – durch den Stühlinger, die Innenstadt bis in’s “Grün” – ohne größere Probleme gelaufen werden.

“Obwohl dies die erste linksradikale und explizit libertäre 1. Mai-Demonstration seit 2007 in Freiburg war, war die Demo heute mit über 400 Menschen größer, als die traditionelle Demonstration des DGB”, so Anna Doepke.

“Die gestrige Demonstration war für uns ein erfrischendes Ereignis und hat gezeigt, dass in Freiburg und Umgebung ein wachsendes Interesse an libertärer, sowie antiautoritärer Gesellschaftskritik gibt. Es war bestimmt nicht die letzte libertäre 1. Mai Demonstration in Freiburg”, so ein weiteres Mitglied aus dem Organisationskreis.

Der Demonstrationszug zeigte sich entschlossen und konnte mit einer bemerkenswert guten Stimmung aufwarten. In verschiedenen Redebeiträgen wurde unsere Kritik an der Lohnarbeit, der kapitalistischen Krise, dem Nationalismus und der Bedrohung alternativer Projekte konkretisiert.

An mehreren Stellen der Route kam es zu kleineren Rangeleien mit der Polizei, am Hauptbahnhof nahmen sich die Demonstrierenden selbstbewusst die Straße und sorgten somit für einen Kontrollverlust bei der Polizei. Einige Polizist_innen fanden sich kurzzeitig und ungewollt in der Masse der Demonstrant_innen wieder und konnten sich nur durch wilde Faustschläge und Tritte wieder “befreien”.

Als der Demonstrationszug versuchte, zum Straßenfest im Sedanquartier einzubiegen, kam es erneut zu einer Konfrontation mit der Polizei, welche dies verhindern wollte. Nachdem die Demonstration aufgelöst wurde, konnten die Teilnehmer_innen friedlich und in kleineren Gruppen zum Straßenfest ziehen und das Fest – trotz Allgemeinverfügung – durchsetzen.

Die Abwesenheit von Redakteur_innen der lokalen “Badischen Zeitung” (BZ) hat gezeigt, dass unser Anliegen “Nieder mit der Arbeit!” auch weit über die “linksradikale Szene” hinaus angenommen und tätig umgesetzt wird. Trotzdem sind wir etwas erstaunt, dass die BZ trotz Abwesenheit von nur 100 Teilnehmer_innen berichtete.

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Infoupdate II http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/30/infoupdate-ii/ http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/30/infoupdate-ii/#comments Tue, 30 Apr 2013 13:33:54 +0000 Administrator Allgemein http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/30/infoupdate-ii/ In wenigen Stunden startet in Freiburg die libertäre 1. Mai-Demonstration am Stühlinger Kirchplatz/Wannerstr. Wir möchten euch mit diesem Infoupdate kurz auf den aktuellen Stand der Dinge bringen.

Die Stadt Freiburg hat eine Allgemeinverfügung gegen das selbstverwaltete Straßenfest „Im Grün“ erlassen. Bereits seit dem frühen Dienstagmittag stehen an allen Zugangswegen zum Stadtteil Müllcontainer, die höchstwahrscheinlich für die Durchsetzung des Glasflaschenverbotes genutzt werden sollen.

Wir haben Kontakt mit dem Leiter des Freiburger Polizeirevier-Nord und dem vermutlichen Einsatzleiter am 1. Mai, Harry Hochuli, aufgenommen und ihm unsere gewünschte Demonstrationsstrecke mitgeteilt, sowie ihn dazu aufgefordert, die Finger still zu halten. Der Brief kann hier eingesehen werden.

Die von uns favorisierte Demonstrationsroute sieht folgendermaßen aus:

Wannerstraße – Guntramstraße – Egonstraße – Eschholzstraße – Breisacher Straße – Bismarckallee – Eisenbahnstraße – Rotteckring – Sedanstraße – Moltkestraße – Belfortstraße

Für den Fall polizeilicher Repression steht der EA (Ermittlungsausschuss) bereit. Der EA ist unter 0761/409 72 51 erreichbar. Menschen, die Festnahmen oder Polizeiübergriffe beobachtet haben, geben die Daten und Umstände der Vorfälle an den EA weiter. Der EA informiert daraufhin, wenn nötig, solidarische Anwält_innen. Diese nehmen dann Kontakt zu den Gefangenen auf.

Ebenso werden Demosanitäter_innen auf der Demo sein, um euch ggf. erstzuversorgen. Die Demosanis sind über die Telefonnr. 0162/153 19 79 erreichbar.

Der offizielle Infoticker ist an diesem Tag über @01MaiFreiburg erreichbar. Informationen, die über diesen Account laufen, können als gesichert betrachtet werden.

Falls ihr selber interessante Dinge auf der Demonstration oder auf dem Straßenfest im Grün beobachtet, könnt ihr diese mit dem Hashtag #LibMaiFreiburg twittern.

Wir sehen uns morgen auf der Straße! Nieder mit der Arbeit, nieder mit dem Kapitalismus!

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Pressemitteilung vom 27.04.2013 http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/27/pressemitteilung-vom-27-04-2013/ http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/27/pressemitteilung-vom-27-04-2013/#comments Sat, 27 Apr 2013 20:09:46 +0000 Administrator Allgemein http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/27/pressemitteilung-vom-27-04-2013/ Am 1. Mai 2013 wird es in Freiburg eine unangemeldete, libertäre 1. Mai-Demonstration geben. Start der Demo unter dem Motto “Nie­der mit der Ar­beit. Gegen Staat, Na­ti­on und Ka­pi­tal!” ist um 12:30 Uhr am Stühlinger Kirchplatz/Wannerstraße. Die Demonstration wird durch das Stühlinger-Viertel und die Freiburger Innenstadt laufen und im Stadtteil “Im Grün” enden. Dort findet im Anschluss das traditionelle 1. Mai-Straßenfest trotz der Allgemeinverfügung der Stadt Freiburg statt.

Die Allgemeinverfügung der Stadt gegen das selbstverwaltete Straßenfest “im Grün” kritisieren wir aufs Schärfste. Anstatt das Problem als ein politisches zu erkennen und auf den Vorschlag des runden Tisches im Grün einzugehen, versucht die Stadt den Konflikt um das Fest ordnungspolitisch zu lösen. Wir werden uns von dieser Allgemeinverfügung nicht beeindrucken lassen. Das Straßenfest lässt sich nicht so einfach verbieten!

Ab 11 Uhr führt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auf dem Stühlinger Kirchplatz eine Kundgebung und Demonstration durch, die unter dem Motto “Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa.” laufen wird. Einige linke Gruppen und Parteien rufen zu einem “antikapitalistischem Block” auf der DGB-Demonstration auf, an welchem wir uns bewusst nicht beteiligen werden.

Unsere grundsätzliche Kapitalismuskritik unterscheidet sich fundamental von der reformistischen Haltung des DGB zum Kapitalismus, zum Staat und zur Nation. Während der DGB nur minimal bessere Löhne fordert, in der Arbeit ein “zentrales Element der Teilhabe und persönlichen Verwirklichung” sieht und seine Forderungen an den Staat adressiert, treten wir für die Abschaffung der Lohnarbeit und für die Überwindung des Staates ein. Wir setzen dieser kapitalistischen Gesellschaft die Idee einer solidarischen, herrschaftsfreien Gesellschaft entgegen, in der alle Menschen ein glückliches Leben führen können. Unserer Ansicht nach ist dies nicht utopisch und weltfremd, sondern gerade aufgrund des ungeheuer hohen Entwicklungsstand der Produktivkräfte möglich.

Da sich unsere Kritik und die Positionen des DGB derart stark unterscheiden, sehen wir es nicht als sinnvoll an, mit einem revolutionären Block an der DGB-Demonstration teilzunehmen.

Wir rufen nun erstmals seit 2007 wieder zu einer linksradikalen 1. Mai-Demonstration für eine herrschaftsfreie Gesellschaft in Freiburg auf. Insbesondere jetzt, in Zeiten der Wirtschaftskrise, erachten wir es als überaus notwendig mit einer radikalen Kapitalismuskritik am 1. Mai auf die Straße zu gehen.

Die Demonstration wird von uns bewusst nicht angemeldet, da wir eine Stellvertreter_innenpolitik, wie es das Versammlungsgesetz vorsieht, ablehnen. Dennoch wird es vor und während der Demonstration eine Kommunikation und Verhandlungen mit der Polizei über den Verlauf und die Route der Demonstration geben. Die von uns gewünschte Demonstrationsroute wurde dem Leiter des Polizeirevier-Nord, Harry Hochuli, bereits mitgeteilt.

Da wir dennoch damit rechnen müssen, dass die Polizei ein repressives Verhalten an den Tag legen und so die Außenwirkung der Demonstration negativ beeinflussen wird, haben wir uns einen Umgang damit überlegt. Sollte die Polizei trotz friedlichem Verlaufs der Demonstration am 1. Mai 2013 auf eine eskalative Strategie setzten, werden wir vor Ort und über Twitter (@01MaiFreiburg) über den geplanten Umgang damit informieren.

In diesem Sinne rufen wir dazu auf, am 1. Mai 2013 auf die Straße zu gehen und sich zahlreich an der libertären Demonstration und dem anschließenden Straßenfest zu beteiligen.

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Zugtreffpunkte zur Demo http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/27/zugtreffpunkte-zur-demo/ http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/27/zugtreffpunkte-zur-demo/#comments Sat, 27 Apr 2013 09:47:32 +0000 Administrator Allgemein http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/27/zugtreffpunkte-zur-demo/ Es gibt Zugtreffpunkte aus Offenburg und Pforzheim, um gemeinsam zur libertären 1. Mai-Demonstration in Freiburg zu fahren.

Pforzheim: 09:00 Uhr, HBF Bahnhofshalle
Offenburg: 10:45 Uhr, Gleis 2 (Abfahrt: 11:07 Uhr)

Wenn ihr eine gemeinsame Anreise, z.B. über Zugtreffpunkte organisiert, schickt uns am besten eine e-Mail an 01MaiFreiburg(ät)riseup.net. Einen PGP-Key für verschlüsselte Mailkommunikation gibt es hier.

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Infoupdate I http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/13/infoupdate-i/ http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/13/infoupdate-i/#comments Sat, 13 Apr 2013 21:31:30 +0000 Administrator Allgemein http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/13/infoupdate-i/

In knapp dreieinhalb Wochen findet in Freiburg die unangemeldete, libertäre 1. Mai-Demonstration mit anschließendem Straßenfest statt. Das Mobimaterial ist inzwischen angekommen und kann ab sofort im Autonomen Zentrum KTS abgeholt oder per Mail an 01MaiFreiburg(ät)riseup.net bestellt werden.

Auf linksunten.indymedia.org ist ein Übersichtsartikel mit allen wichtigen Infos rund um den libertären 1. Mai erschienen. Wir werden diesen Artikel stehts aktuell halten.

Wenn ihr den Aufruf unterstützen möchtet, schreibt uns einfach eine e-Mail an 01MaiFreiburg(ät)riseup.net

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Mobimaterial ist da http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/12/mobimaterial-ist-da/ http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/12/mobimaterial-ist-da/#comments Fri, 12 Apr 2013 13:26:34 +0000 Administrator Allgemein http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/12/mobimaterial-ist-da/ Das Mobilisierungsmaterial (Plakate & Faltflyer) ist angekommen und kann ab sofort im Autonomen Zentrum KTS (Basler Str. 103) abgeholt werden oder per Mail an 01MaiFreiburg(ät)riseup.net bestellt werden.

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Nie­der mit der Ar­beit. Gegen Staat, Na­ti­on und Ka­pi­tal! http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/03/nieder-mit-der-arbeit-gegen-staat-nation-und-kapital/ http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/03/nieder-mit-der-arbeit-gegen-staat-nation-und-kapital/#comments Wed, 03 Apr 2013 18:41:09 +0000 Administrator Allgemein http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/04/03/nieder-mit-der-arbeit-gegen-staat-nation-und-kapital/ Aufruf zur libertären 1. Mai-Demonstration in Freiburg

Am 1. Mai 1886 streik­ten meh­re­re hun­dert­tau­send Ar­bei­ter_in­nen in den USA. Al­lein in Chi­cago gin­gen rund 80.​000 Men­schen für die For­de­rung nach dem Acht­stun­den­tag auf die Stra­ße. Es kam zu Aus­ein­an­der­set­zungen zwi­schen Strei­kenden und Streik­bre­cher_innen. Bei dem an­schlie­ßenden Po­li­zei­ein­satz wur­den meh­rere Ar­beiter_innen ge­tötet und un­zäh­lige ver­letzt. Seit­dem ist der 1. Mai welt­weit zum Kampf­tag gegen Aus­beu­tung, Un­ter­drü­ckung und Ent­rech­tung ge­wor­den.

Wir, au­to­no­me und links­ra­di­ka­le Grup­pen sowie Ein­zel­per­so­nen, rufen erst­mals wie­der zu einer li­ber­tä­ren De­mons­tra­ti­on für eine herr­schafts­freie Ge­sell­schaft am 1. Mai in Frei­burg auf.

Von der ka­pi­ta­lis­ti­schen Krise…

Die Wirt­schafts­kri­se geht nun­mehr in ihr fünf­tes Jahr. Es ist un­be­strit­ten eine der schwers­te Welt­wirt­schafts­kri­se seit 1929 und ein mög­li­ches Ende scheint nicht in Sicht. Von der Fi­nanz­kri­se, über die Welt­wirt­schafts­kri­se nun zur Staats­schul­den­kri­se.

Zwar konn­ten durch den Ein­satz rie­si­ger Geld­men­gen die be­trof­fe­nen Ban­ken und Un­ter­neh­men vor ihrem un­mit­tel­ba­ren wirt­schaft­li­chen Zu­sam­men­bruch ge­ret­tet und damit auch der Zu­sam­men­bruch des ka­pi­ta­lis­ti­schen Welt­sys­tems ver­hin­dert wer­den, ei­gent­lich wurde sich damit aber nur Zeit er­kauft.

Immer mehr Na­tio­nal­öko­no­mi­en ge­rie­ten in der Folge von Kon­junk­tur­pro­gram­men, Ban­ken-​ und Fir­men­ret­tun­gen sowie der an­hal­ten­den Welt­wirt­schafts­kri­se in fi­nan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten. Dies be­trifft haupt­säch­lich Län­der der Pe­ri­phe­rie, in Eu­ro­pa z.B. Grie­chen­land, Por­tu­gal, Ir­land, Spa­ni­en, Zy­pern oder Ita­li­en, aber auch “füh­ren­de Wirt­schafts­mäch­te”, wie die USA oder Japan. Diese sind völ­lig über­schul­det und ste­hen vor einem dro­hen­den Staats­bank­rott.

Die Troi­ka aus Eu­ro­päi­scher Kom­mis­si­on, IWF und EZB ver­ord­net die­sen Län­dern nun einen schein­bar al­ter­na­tiv­lo­sen Spar­kurs. Die Folge sind mas­sivs­te Ein­schnit­te in Ge­sund­heits-​ und So­zi­al­sys­te­me, die die Men­schen in die­sen Län­dern häu­fig an den Rand ihrer Exis­tenz drän­gen. Auf der einen Seite gibt es dort lin­ken Wi­der­stand in Form von Streiks und Mas­sen­pro­tes­ten gegen das EU-​Kri­sen­re­gime, an­de­rer­seits ge­win­nen auch die Neo­fa­schis­t_in­nen und an­de­re au­to­ri­tä­re Kräf­te an Boden. Na­tio­na­lis­mus, Ras­sis­mus, An­ti­zi­ga­nis­mus und An­ti­se­mi­tis­mus ge­win­nen als ein­fa­che Er­klä­run­gen an At­trak­ti­vi­tät und wer­den für die Be­trof­fe­nen zur töd­li­chen Ge­fahr.

Durch die sich ver­schär­fen­de Krise und die sich vor­al­lem im glo­ba­len Süden zu­spit­zen­den Kon­flik­te flüch­ten immer mehr Men­schen in den ver­meint­lich si­che­ren glo­ba­len Nor­den. Dort tref­fen sie auf eine mit Sta­chel­draht und Mau­ern be­wehr­te Fes­tung Eu­ro­pa bzw. Nord­ame­ri­ka. Und falls sie es schaf­fen, die Ein­rei­se er­folg­reich zu über­ste­hen, wer­den sie von den lo­ka­len Ras­sis­t_in­nen und Na­tio­na­lis­t_in­nen an Stamm-​ oder Schreib­ti­schen an­ge­fein­det, ver­folgt, ein­ge­sperrt oder er­mor­det.

Im Ex­port­welt­meis­ter-​ und Kri­sen­ge­win­ner­land Deutsch­land herrscht bis auf ei­ni­ge we­ni­ge Aus­nah­men (z.B. “M31” oder “Block­u­py”) To­ten­stil­le. Die ag­gres­si­ve Kri­sen­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung ruht immer noch auf einer so­li­den Basis aus Ge­werk­schaf­ten, die sich dem Stand­ort Deutsch­land so­zi­al­part­ner­schaft­lich ver­pflich­tet füh­len, einer Op­po­si­ti­on, die sich zwar um den „deut­schen Steu­er­zah­ler“ sorgt, von in­ter­na­tio­na­ler So­li­da­ri­tät aber noch nichts ge­hört hat, sowie na­tio­na­lis­ti­schen Res­sen­ti­ments in wei­ten Krei­sen der Be­völ­ke­rung.

…und dem Wi­der­stand

Wir wol­len mit der li­ber­tä­ren 1. Mai-​De­mons­tra­ti­on zu­min­dest kurz­fris­tig ver­su­chen, ge­mein­sam diese Stil­le zu stö­ren und die ver­schie­de­nen Kämp­fe, die wir füh­ren, sei es gegen Nazis und an­de­re Ras­sis­t_in­nen, gegen die au­to­ri­tä­re Kri­sen­po­li­tik, gegen ka­pi­ta­lis­ti­sche Stadt­um­struk­tu­rie­rung, gegen das Pa­tri­ar­chat und die He­te­ro­nor­ma­ti­vi­tät, für mehr au­to­no­me Räume oder für freie Bil­dung, sicht­bar ma­chen. Was uns eint ist die Ab­leh­nung des Ka­pi­ta­lis­mus, des Staa­tes und der Na­ti­on. Wir tre­ten alle auf un­se­re je ei­ge­ne Art für die Ab­schaf­fung jeg­li­cher Herr­schaft von Men­schen über Men­schen ein. Wir wol­len eine so­li­da­ri­sche, eman­zi­pa­to­ri­sche Ge­sell­schaft er­rei­chen, die keine Form von Dis­kri­mi­nie­rung, Aus­beu­tung und Un­ter­drü­ckung mehr kennt.

Wir for­dern weder „gute Ar­beit, si­che­re Rente“, noch ein „so­zia­les Eu­ro­pa“ (Motto des DGB zum 1. Mai 2013). Wir wol­len das schö­ne Leben für alle, na­tür­lich mit mög­lichst wenig Ar­beit für alle.

Der Ka­pi­ta­lis­mus mag zwar un­über­wind­lich – fast schon wie eine na­tur­ge­ge­be­ne Ord­nung – er­schei­nen, doch er ist es nur, weil eine an­de­re Or­ga­ni­sa­ti­on des Zu­sam­men­le­bens nicht mehr vor­stell­bar er­scheint. Er re­pro­du­ziert sich durch das Den­ken und Han­deln der Men­schen und kann des­halb durch diese auch wie­der ab­ge­schafft wer­den.

Ver­su­chen wir ge­mein­sam einen ers­ten Schritt hin zur Ab­schaf­fung des Ka­pi­ta­lis­mus. Am 1. Mai 2013 auf die Stra­ße zur li­ber­tä­ren De­mons­tra­ti­on:

Nie­der mit der Ar­beit – Nie­der mit dem Ka­pi­ta­lis­mus – Für die so­zia­le Re­vo­lu­ti­on!

Li­ber­tä­re 1. Mai-​De­mons­tra­ti­on | 12:30 Uhr | Stüh­lin­ger Kirch­platz/Wan­ner­stra­ße

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Nieder mit der Arbeit! Libertäre 1. Mai-Demonstration in Freiburg http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/03/27/nieder-mit-der-arbeit-libertaere-1-mai-demonstration-in-freiburg/ http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/03/27/nieder-mit-der-arbeit-libertaere-1-mai-demonstration-in-freiburg/#comments Wed, 27 Mar 2013 20:11:15 +0000 Administrator Allgemein http://01maifreiburg.blogsport.de/2013/03/27/nieder-mit-der-arbeit-libertaere-1-mai-demonstration-in-freiburg/
In diesem Jahr findet in Freiburg eine libertäre, unangemeldete 1. Mai-Demonstration mit anschließendem Straßenfest statt. Auf diesem Blog findet ihr in Kürze alle Infos, die Aufrufe, Material, usw.

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